Detailinformationen
HEILLER, Anton - Choralvorspiel 'Der Heiland ist erstanden' für Orgel (1934) < zurück
Titel: Choralvorspiel 'Der Heiland ist erstanden' für Orgel (1934)
Bestellnr.: 02 474
Herausgeber: Rudolf Scholz
Beschreibung:

Der Ursprung des Chorals 'Der Heiland ist erstanden' ist eine Gregorianische Sequenz aus dem 11. Jahrhundert. Die Melodie machte im Laufe des Mittelalters viele Wandlungen durch und erschien im 16. Jahrhundert als Lutherischer Choral 'Christ ist erstanden' immer noch in der dorischen Tonart. In dieser Form wurde er von Praetorius, Isaak und J. S. Bach bearbeitet. Die heutige katholische Fassung ist trotz großer Schönheit der Melodie im Hinblick auf das Original eigentlich eine weitgehende Verballhornung. Das Choralvorspiel greift auf das gregorianische Original zurück, wandelt dasselbe ungefähr im Sinne der historischen Entwicklung ab und geht schließlich noch über die heutige Fassung weit hinaus, indem es zum Schluss zu einer Auferstehungshymne in Dur mit dem österlichen Allelujah ausgestaltet wird. (Franz Schmidt)


Rezension:

Zwei Orgelstücke aus dem späten Schaffen von Franz Schmidt liegen nunmehr in einem gut redigierten Neudruck vor. Das weihnachtliche A-Dur-Präludium samt Fuge (mit der nötigen Richtigstellung der falsch gedruckten Pedaltakte in der Erstveröffentlichung) ist ebenso im Jahr 1934 entstanden wie die Choralbearbeitung „Der Heiland ist erstanden“. Diese Neuedition macht nun die bislang oft schwer zugänglich gewesenen Stücke wieder greifbar, und diese in einer vorzüglichen, von subjektiven Interpretenzutaten freien Ausgabe – ein verdienstliches Unterfangen.
(Hans Haselböck, SINGENDE KIRCHE Jg. 57 – Heft 4/2010)

Das Choralvorspiel „Der Heiland ist erstanden“ bietet weit mehr, als der Titel suggerieren mag. Es handelt sich hierbei um eine an barocke Vorbilder angelehnte regelrechte Choralfantasie mit fünf Variationen, denen eine Grave-Introduktion vorangestellt ist. Am Beginn Lautmalerisches à la Reger – düster vom Dunkel zum Licht sich emporschwingende Sechzehntel-Ketten zu majestätischen fff-Akkorden. Im weiteren Verlauf dominiert ein lineares Satzbild. (...)
(Wolfgang Valerius, ORGAN – Journal für die Orgel, 2/2011)