Detailinformationen
PAWOLLEK, Roman - Monolog für Bariton-Saxophon (2003) < zurück
Titel: Monolog für Bariton-Saxophon (2003)
Dauer: 7'
Bestellnr.: 05 486
Inhalt:

„Es ist die Vorstellung einer Schiffsreise durch imaginäre, teils symmetrische Klanglandschaften an einem Fluss, wo sich Menschen, Häuser, Bäume sowie Erinnerungen und Stimmungen im Wasser spiegeln, die in etwa den außermusikalischen Inhalt dieser Komposition darstellen, also als Initialfunke gesehen werden kann.“ (Roman Pawollek)


Beschreibung:

Der Monolog, hier: „Selbstgespräch“ für das größte Instrument des Saxophon-Quartetts wurde 2003 für den österreichischen Saxophonisten Markus Holzer komponiert. Dem Titel entsprechend darf es durchaus ernst und (selbst-)ironisch zugleich verstanden werden. Die Sehnsucht nach Erfüllung, einem (Gesprächs)Partner; ein grotesker Streit mit sich selbst, der besonders im 2. Satz des dreisätzigen Stückes zur Geltung kommt – das war der emotional-dramatische Ausgangspunkt der Komposition. Klanglich gab es einige Multiphonics, also akkordische Klänge, die mit speziellen Griffen erzeugt werden, als harmonisch-melodische Grundlage. Der 1. Satz (Lento Lamentoso) beginnt mit einem pseudo-pathetisch-romantischen Seufzer-Motiv, das mit Viertelton-„Chromatik“ in einer untypisch hohen Lage für dieses tiefe Instrument beginnt. Im 2. Satz (Scherzando Inquieto) wird der musikalische Ausdruck in seine Extreme geführt, besonders die Tonhöhe, Tempo und Dynamik betreffend. Dieser virtuose Abschnitt mündet in einer bizarern „multiphonen“ Klanglandschaft des 3. Satzes (Lento Misterioso). Hier verschmelzen die Mehrfach-Klänge mit dem Seufzer-Material des 1. Satzes. Dadurch entsteht neben der symmetrischen Form auch eine neue harmonischd und ebenfalls (selbst)tröstende Dimension dieses inneren „Dramas“. Ob der hoffnungsvolle Zustand lange anhält ist naturgemäß ungewiss.

(Roman Pawollek)


Rezension:

"Es ist sehr willkommen, dass ein Werk einmal zur Gänze dem Bariton-Saxophon gewidmet ist." (Suonare, 10/2014)