Detailinformationen
SKWERES, Tomasz - Critical Mass für Orchester (2014) < zurück
Titel: Critical Mass für Orchester (2014)
Dauer: 20'
Bestellnr.: Aufführungsmaterial leihweise / Material for hire
instr.: Altfl., Eh., Bas2,2,2,2 - 4,3,3,0 - Schl (3), Hf, Klav(Cel) - Str (10.8.4.4.3)
Rezension:

(...)  „Critical Mass“ hat Tomasz Skweres, der auch als Komponist profilierte Solocellist des Philharmonischen Orchesters, das Werk betitelt, welches er für seine Orchesterkollegen schrieb. Diese sind offenbar mit Lust bei der Sache, denn Skweres hat ihnen mit seiner raffiniert farbenreichen Partitur viele dankbare Aufgaben gestellt. Auch das Publikum im Neuhaussaal zeigt sich von der Novität angetan: Der nicht bloß höfliche, sondern warme Beifall nach dem Stück hält lange an. Über den der Kernphysik entlehnten Titel der Komposition darf der Hörer durchaus rätseln. Er erlebt eine Musik in wechselnden Energiezuständen und Dichtegraden, bei der fast stillstehende Flächen mit erregten Bewegungen wechseln und die Klänge, aus der Ruhe kommend, sich bis zur Weißglut erhitzen können. Besonders faszinierend ist es, wenn man entdeckt, wie in dieser Musik subkutane Prozesse ablaufen: wenn etwa im rhythmisch körperbetonten Finalsatz auf einmal unter den in die Oberstimmen gelangten Bewegungsmotiven eine Art Choral auftaucht, bevor in einem sanften Sich-Auflösen alle Triebkräfte der Musik erlöschen.
(Gerhard Dietel, Mittelbayrische Zeitung, Kritik der Uraufführung am 31.3.2014 in Regensburg)