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Música Ibérica Vol. 4 - Spanische Gitarrenmusik des 19. Jahrhunderts

herausgegeben von Rafael Catalá

Untertitel

José Costa y Hugas (1827-1881): Sämtliche Werke

Besetzung
Gitarre solo
Bestell-Nr.
35 917
Herausgeber
Rafael Catalá

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Beschreibung

Die Tatsache, dass sich der 4. Band der Reihe Música Ibérica ausschließlich José Costa y Hugas widmet, soll die Bedeutung der wenigen noch erhaltenen Werke dieses Komponisten unterstreichen. Er studierte eingehend die Werke klassischer Komponisten wie Haydn, Beethoven oder Mozart, was sowohl in seinen eigenen Kompositionen als auch in den von ihm stammenden Transkriptionen seinen Niederschlag fand. Gitarreunterricht erhielt er bei Buenaventura Bassols in Barcelona, ein wichtiges Bindeglied zwischen Fernando Sor und den katalanischen Gitarristen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Inhalt

Fantasia con Variaciones (Fantasie mit Variationen) / Gran Andante de la 4° Sinfonia de F. Mendelssohn-Bartholdy / Fantasia Brillante sobre motivos de La Traviata (über Motive aus La Traviata) / Julia (Reverie brillante) / Durutte (Vals andantino) / Plegaria (Gebet) / Estudio Fácil y Brillante (Etüde, leicht und brillant) / Dos Valses (Zwei Walzer) / El Fagot (Célebre Vals) (Das Fagott - Berühmter Walzer) 2 Versionen / Reverie Nupcial (Hochzeitsträumerei)   Bestell- und Preisinfo

Rezension

In der Reihe „Musica Iberica – spanische Gitarrenmusik des 19. Jahrhunderts“ sind zwei Hefte eingetroffen, die praktisch verschüttetes Repertoire zugänglich machen. Band 4 enthält sämtliche (noch) erhaltenen Werke von José Costa y Hugas, dabei eine Version des großen Andante aus Mendelssohn Bartholdys vierter Sinfonie und eine Fantasie über Motive aus „La Traviata“. Man weiß natürlich nicht, wie es damals geklungen hat, aber da die Komponisten-Interpreten offenbar auf gute Resonanz stießen, müssen sie schon sehr fit gewesen sein. (Wieland Ulrichs, AKUSTIK GITARRE 2/2012) In das sogenannte “Dunkle Zeitalter” der Gitarre, also grob gesagt die Spanne zwischen Sor und Tárrega (ca. 1830-1890) wollte der Doblinger-Verlag mit seiner Serie „Música Ibérica“ ein wenig Licht bringen. (…) Das erste Werk des 4. Bandes, eine Fantasie mit Variationen, enthält interessante Wendungen, und man erkennt auch in der Satzstruktur den profund ausgebildeten Musiker. Der Gitarrensatz ist vollgriffig und scheint sich an Sor zu orientieren. Es folgt ein Kuriosum, die Transkription des 2. Satzes Andante con moto aus der 4. Sinfonie, der „Italienischen“ von F. Mendelssohn-Bartholdy – ein ziemlicher Brocken, schwer zu spielen, aber natürlich wunderbare Musik! Daran schließt sich eine Fantasia brillante über Themen aus Verdis Oper „La Traviata“. Den Vergleich mit dem entsprechenden Stück von Tárrega fordert das geradezu heraus, zu unterschiedlich sind aber die Ansätze der beiden Komponisten. Costas Werk ähnelt in seiner Anlage viel eher den Opernfantasien von Mertz. Auch die anschließende Reverie brillante namens „Julia“ ist ein reizvolles Stück. Das nächste Stück „Durutte“ ist leichter und scheint den Salonstil Tárregas schon vorweg zu nehmen. (…) „Estudio“ ist nicht besonders schwer, dabei aber trotzdem ein bisschen virtuos. Das Virtuose liegt ausgesprochen gut und erinnert mit der Arpeggio-umrankten Bassmelodie ein wenig an Aguado. (…) Den Abschluss des Albums macht eine pompöse Reverie Nupcial, ein opulentes Hochzeitsstück, das anlässlich der Hochzeit von Mercedes von Orleans, Königin von Spanien, entstand. (…) Möglicherweise lässt sich auch in den übrigen Bänden manches noch entdecken! (Wolfgang Lendle, CONCERTINO 2/2014)