Werk

Noten
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ERÖD Iván

Vox Lucis

Untertitel

Kantate für Bariton, Oboe und Orchester

Erscheinungsdatum
1989
Opus
op. 56
Dauer
30'
Bestell-Nr.
Aufführungsmaterial leihweise

Keine Medien vorhanden

Infoblatt

VEROED Vox Lucis

Beschreibung

Die Texte Die Kantate Vox Lucis entstand im Auftrag des Musikvereins für die Steiermark anlässlich dessen 175-jährigen Bestandsjubiläums. Angeregt durch die Person des Sängers John Shirley-Quirk hat Iván Eröd hier den lange gehegten Plan realisiert, ein mehrsprachiges Vokalwerk zu komponieren. Die Texte (mit Ausnahme von Claudel: Gedichte) stammen von sechs der größten Dichter dieses Jahrhunderts und handeln von der Quelle des Schaffens, von Kreativität, Musik und Licht. Um im Titel keine der sechs Sprachen zu bevorzugen, wurde Latein gewählt: Vox Lucis, die Stimme des Lichts. Die Musik Das musikalische Geschehen wird von der Singstimme und der konzertanten Oboe ge-prägt. Das Orchester - verhältnismäßig klein besetzt - übernimmt keine führende Rolle. Mannigfaltige thematische Zusammenhänge sorgen für ein hohes Maß an Kohärenz. Als Beispiel sei lediglich die von der Oboe vorgetragene Einleitung erwähnt, deren - in ihrem allmählichen Wachstum den Kreativitätsprozess symbolisierende - Tonfolge großräumig in der Bassführung des letzten Satzes wieder zu finden ist. Derartige motivische Verzahnungen sind bis: hin in die Mikrostruktur präsent, etwa in den allgegenwärtigen Spielfiguren, die in ihrem Ostinatocharakter als Element der Minimal Music gesehen werden können, hier allerdings lediglich Diminutionsfunktion übernehmen und wahlweise die Rhythmik festigen oder verschleiern. Besondere Aufgabe kommt der Solo-Oboe zu. Bald die Singstimme imitierend, kontrapunktierend oder kommentierend, bald sich ins Orchester eingliedernd, reflektiert sie die Inhalte auf instrumentaler Ebene. Iván Eröd über Vox Lucis „Die Auswahl und die Anordnung der Texte erforderte die gleiche Sorgfalt wie die musikalische Komposition selbst, allein aus Verantwortungsgefühl den von mir verehrten und geliebten großen Dichtern gegenüber, aber auch, weil es sich um ein Bekenntniswerk handelt. Bei aller Treue zum Geist und Duktus der jeweiligen Sprachen versuchte ich, eine Einheit und Folgerichtigkeit des musikalischen Aufbaues zu erzielen.“